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KI im Recruiting – Was du als Recruiter:in wissen solltest

Künstliche Intelligenz – sie erobert nicht nur nach und nach unsere Arbeitswelt, sondern beeinflusst auch, wie wir das Internet selbst nutzen.

Ein KI-Programm ist ein computergestütztes System, das menschenähnliche Intelligenz simuliert und Informationen verarbeitet, um dabei zu helfen, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen. KI-Programme können z. B. in Form von Chatbots eingesetzt werden, die mit großen Datenmengen trainiert worden sind, um Fragen beantworten und Gespräche führen zu können. Auch wenn die KI scheinbar immer eine Antwort auf alle unsere Fragen hat, dürfen wir eine Sache dabei nicht vergessen: KIs sind nicht allwissend! Bei der Verwendung von KIs sollten alle Informationen kritisch hinterfragt werden, vor allem wenn es um das Treffen wichtiger Entscheidungen geht.

Warum dann KIs im Recruiting einsetzen? KIs können uns in vielen verschiedenen Aspekten bei der Personalbeschaffung behilflich sein. Sei es bei Jobbeschreibungen, Kandidat:innensuche, dem Screening von Bewerbungen, dem Erstellen von Interviewfragen oder Datenanalysen – KIs können vielfältige Unterstützung leisten. 

Aber ist es sinnvoll, diese Programme im Recruiting jetzt schon fest zu integrieren oder sollten sie (noch) mit Vorsicht eingesetzt werden?

Wir fassen die Chancen und Risiken für dich zusammen 👇🏼

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Chancen

Der wohl wichtigste Vorteil beim Einsatz von KI-Programmen ist die Zeitersparnis. Wer also KIs zur Unterstützung im eigenen Arbeitsprozess nutzt, kann sich einen ganz besonderen zeitlichen Vorsprung verschaffen. Denn KIs können große Datenmengen schnell und effizient verarbeiten und analysieren. Das ermöglicht Ressourcen zur Identifizierung von Fähigkeiten und Qualifikationen sowie deren Vergleich, aber auch die Auswertung frei von subjektiven Vorurteilen und Präferenzen.

Doch nicht nur die Zeit kann durch die Hilfe von KIs besser genutzt werden, sondern es besteht auch die Möglichkeit, effizienter und genauer zu arbeiten. Das heißt quantitative Prozesse können automatisiert und Analysen sowie Screenings beschleunigt werden. Dadurch können sich die Personen, die am Recruiting-Prozess beteiligt sind, auf die wesentlichen qualitativen Aspekte konzentrieren, die am Ende ausschlaggebend sind: die persönlichen Gespräche.

Risiken

Zuerst sollte gesagt werden: Im Recruiting geht es um Menschen, die bewertet und über die Entscheidungen getroffen werden. Dies kann von einer KI nicht in dem Rahmen geschehen, wie es in zwischenmenschlichen Beziehungen möglich ist. Der persönliche Eindruck ist sehr wichtig, wenn es um die Frage geht, ob eine Arbeit miteinander vorstellbar ist.

Auch kann hier das Thema Voreingenommenheit erwähnt werden. Objektivität ist zwar ein Pluspunkt auf Seiten von KI-Programmen, jedoch nur, wenn diese nicht bewusst oder unbewusst mit Vorurteilen gefüttert werden, denn auch hier stecken Menschen dahinter. Das heißt? Die verwendeten Algorithmen müssen unbedingt auf Fairness geprüft werden!

Ein nicht zu vernachlässigender und immer aktueller Punkt ist der Datenschutz. Im Recruiting sind sensible, personenbezogene Daten im Spiel. An erster Stelle sollte also die Privatsphäre und der Schutz der Bewerbenden stehen und gewährleistet werden. Die allgemein gültigen, ethischen Richtlinien sollten eingehalten werden. Auch bei einer KI muss darauf geachtet werden, welche Daten ins Internet eingespeist werden und welche dort besser nicht landen sollten, denn wie heißt es so schön: „Das Internet vergisst nie“.

Herausforderungen

Eine große Herausforderung ist die Qualitätssicherung der verwendeten Daten einer KI, denn sie benötigt hochwertige, relevante Informationen, um genau bewerten und entscheiden zu können. Wenn aber die zugrunde liegenden Datensets unvollständig oder veraltet sind, können die Ergebnisse nicht mehr zuverlässig genutzt und verbreitet werden, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen.

Wenn sich für den Einsatz von KI-Programmen entschieden wird, muss außerdem bedacht werden, wie mit der Transparenz umgegangen werden soll. Die Entscheidungsprozesse der KIs sind häufig nicht nachvollziehbar und komplex, sodass es schwierig werden kann, getroffene Entscheidungen zu erklären und nachvollziehbar transparent zu machen. Um nicht das Vertrauen auf Seiten der Bewerbenden zu verlieren, ist es wichtig, KIs transparent und verständlich einzusetzen, sowohl nach innen als auch nach außen. 

Zu guter Letzt bleibt das Thema Recruiting sowohl für den Menschen selbst als auch für KIs eine Herausforderung, weil viele Facetten berücksichtigt werden müssen und mit jeder Entscheidung, die getroffen wird, nicht jede Person glücklich gemacht werden kann. 

Fazit

KIs im Recruiting können eine Reihe von Vorteilen bieten, jedoch sollten nicht alle Zweifel über Bord geworfen werden. Diese Programme sind zwar von Menschen erschaffen worden, doch sie bleiben künstlich. Menschliche Interaktion, zwischenmenschliche Fähigkeiten, persönliche Eindrücke und Erfahrungen sind Voraussetzungen in Entscheidungen, in denen Menschen eingebunden und betroffen sind. Recruiter:innen können zwar nicht vollständig ersetzt werden, aber es stellt definitiv eine Zeitersparnis dar, die eigenen Entscheidungen mit dem Wissen, der Objektivität und der schnellen Datenanalyse einer KI zu kombinieren.

Am Ende muss sich jede:r selbst die Frage stellen, ob ein KI-Programm menschliche Interaktionen und Einschätzungen zum Treffen einer möglichst erfolgreichen Entscheidung ersetzen kann oder lediglich als Unterstützung im Recruiting Prozess verwendet werden sollte.

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