Vom Sprint bis zum Marathon – Wie teile ich meine Kräfte ein?


Auch wenn Du glaubst, Du kannst Bäume ausreißen – Deine Kräfte sind nicht unendlich. So manches Projekt, das als Sprint beginnt, kann sich zu einem Marathon entwickeln. Da ist eine nachhaltigere Art des Arbeitens gefragt, denn den „ranklotz“-Modus oder das dauerhafte „hustle“-Dasein halten die wenigsten für mehr als ein paar Monate durch. Und wenn doch, dann wird dafür ein hoher Preis gezahlt, denn etwas wird auf der Strecke bleiben: Wer mit Vollgas durch die Gegend brettert, verpasst nicht selten den Blick für wichtige Zusammenhänge, verpasst Chancen und übersieht wichtige Details. Wer immer auf der Überholspur ist, überhört vielleicht wichtige Signale seines Körpers. Busy zu sein bedeutet nicht unbedingt, auch produktiv zu sein. Mit den eigenen Kräften zu haushalten ist deswegen eine ganz wichtige Fähigkeit, um langfristig erfolgreich zu sein. Klingt nachvollziehbar – aber wo anfangen?

Wir haben dir hier ein paar Anregungen zusammengestellt:

#1 Finde heraus, wann Dein Leistungshoch am Tag ist – bist Du eher eine Eule oder eine Lerche? Lege Dir wichtige Aufgaben, die volle Konzentration erfordern, in diese Zeit.

#2 Schließe jede Woche mit einer kleinen internen Retro ab: Wie geht es mir – ganz ehrlich? Was hat mir diese Woche Energie gegeben? Was raubt mir gerade Energie? Was kann ich mir am Wochenende Gutes tun, um den Akku aufzuladen?

#3 Gehe mit einem sauberen, aufgeräumten Schreibtisch ins Wochenende und setze die Fälligkeiten Deiner ToDos und Reminder auf nächste Woche. Kaum etwas ist demotivierender, als am Montagmorgen von Pflichten begrüßt zu werden, die seit 2 Wochen überfällig sind.

#4 Beginne jede Woche, indem Du Dir den Montagmorgen zum „Sortieren“ nimmst: Was ist diese Woche wichtig und dringend? Was brauchst Du und von wem? Was kannst Du abgeben und an wen?

#5 Plane Dir Zeit ein, in der Du keine Meetings hast, um in dieser Zeit an unvorhergesehen Dingen zu arbeiten, denn die kommen immer – und Du bist wahrscheinlich tagsüber besser darin sie zu meistern als in einer Nachtschicht.

#6 Gehe mit gutem Beispiel voran, wenn es darum geht, mit den eigenen Ressourcen zu haushalten und private Prioritäten zu setzen. Dein Job sollte niemals wichtiger als Deine Gesundheit, Deine Freunde, Deine Familie, Deine Kinder sein.

#7 Setze langfristige Intentionen dafür, was Du in Deinem Leben bewegen möchtest, zum Beispiel mit dem Year Compass und checke regelmäßig, ob Du in dieser Richtung unterwegs bist.

#8 Bilde Dich weiter: Wissen und Skills haben heute eine kürzere Halbwertszeit als je zuvor. Plane deswegen ca. 20% deiner Zeit ein für Seminare, Coachings, den Besuch von Messen oder Kongressen, fachlichen Podcasts, Lektüre oder was auch immer Du tust, um Dich auf dem Laufenden zu halten und dazuzulernen.

#9 Finde heraus, wo Du die besten Ideen hast (Beim Joggen? Unter der Dusche? Im Gespräch mit Kolleg:innen?) und nutze diese Möglichkeiten als Generator für neue Impulse. Für die meisten von uns gilt: Je dringender du eine gute, neue Idee brauchst, desto weniger solltest Du am Schreibtisch sitzen. Klingt etwas widersprüchlich – aber probier’s mal aus!

Wir empfehlen in diesem Zusammenhang den Klassiker von Stephen Covey: 7 habits of highly effective people.

Mehr Tipps zum Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen kriegst du den ganzen Monat lang auf unseren Social Media Kanälen also schau doch mal vorbei! 🙂



Du hast noch Fragen zu diesem Thema oder wünschst Dir Unterstützung? Dann nimm doch Kontakt zu uns auf und nutze die hppyppl Power für Dich und Dein Team!

Du kriegst gar nicht genug von HR? Abonniere jetzt den ultimativen HR-Newsletter!





22 November 2021 Allgemein Sonja Sinz